Fotos
Ausfahrten, Touren, Hock und die Flagge unterwegs — gesammelt von unseren Fotografen über die Jahre.
Baden III = Saison-Abschlussfahrt
Von Storchattrappen und Feuersteinen
Am Freitag, dem 02.10.2009 trafen wir uns um 16.00h an der B33-Tankstelle in Hausach. Wir, das waren Corina und Wolfgang L., Wolfgang Knoch, Rolf S. und ich (Heide). Diese überschaubare Gruppe - später sollten noch Barbara und Alfi Thielmann zu uns stoßen - machte sich unverzüglich auf den Weg, unsere Saison-Abschlussfahrt über die Route Villingen/Schwenningen – Tuttlingen – Stockach – Owingen nach Salem zu starten. Es war eine sehr schöne Fahrt, das Wetter prächtig und die Stimmung Eins-A.
Der Markgräflich Badische Gasthof „Schwanen“ im Schlossbezirk empfing uns freundlich. Die Zimmer nett eingerichtet und hell, bei uns Fenster zum Hof, wo die Mopeds standen (immer gut!!!). Die Luft war relativ kalt, so dass wir nur noch ein paar wenige Schritte um das Hotel rum machten und uns bald in die gemütliche, warme Gaststube verzogen. Wir hatten gerade mit Essen angefangen, als Babs und Alfi erschienen. Grosse Freude, herzliche Begrüßung und ein anregender Abend, der fast bis Mitternacht dauerte, begann. Alfi, den ich bis dato nur von Fotos kannte, entpuppte sich sozusagen als „Urviech“ vollgestopft mit lustigen Anekdoten und überaus talentiert im Erzählen derselben.
Am Samstag, dem 03.10.2009, Nationalfeiertag seit 1990, stand Stadtbummel in Meersburg auf dem Programm. Auf dem Weg dahin passierten wir den sogenannten Affenberg Salem. Was ich nicht wusste: Dort tummeln sich in einem ca. 20 Hektar großen Waldstück an die 200 Berberaffen. Eine Storchen-Zuchtstation ist dort angeschlossen. Als wir an der Zuchtstation vorbeifuhren, saßen auf dem Dach etwa 8 Störche, so unbeweglich und in so gleichförmiger Position, dass Rolf steif und fest behauptete, das seien Storch-Attrappen gewesen!! Am nächsten Morgen, als wir wieder da vorbei kamen, gingen wir der Sache auf den Grund und siehe da, die „Attrappen“ waren alle weggeflogen.
Die Stadtbummel-Stunden in Meersburg waren zwar zur freien Verfügung deklariert, aber unsere Mini-Crew fühlte sich einander so verbunden, dass wir zunächst einmal zusammenblieben und erst als wir uns daran machten, die Oberstadt zu erklimmen, bei Alfi und Wolfgang K. keine rechte Gegenliebe fanden. Allerdings, kaum waren wir wieder in der Unterstadt zu einem kleinen Imbiss angelangt, waren wir plötzlich alle wiedervereinigt (passte ja auch zu dem Tag!) Zur Abrundung des wunderbaren Meersburg-Eindrucks schwebte die ganze Zeit über uns ein Zeppelin am azurblauen Himmel.
Um 15:00h war Schlossführung und danach Weinprobe angesagt. Unsere Führerin mit riesigem Schlüsselbund bewaffnet, war eine legere, liebenswürdige Person, die prima zu uns passte. Wir hörten allerlei Wissenswertes über die Entstehung des Schlosses, das ursprünglich ein Zisterzienser-Kloster gewesen war, die Markgrafen von Baden, über den Weinanbau und landeten schließlich im Schlosskerker, soll heißen „Zum alten Gefängnis“, zur Weinprobe. Alle Weine mundeten sehr und brachten uns in die richtige Stimmung für das wiederum feine Nachtessen.
Am Sonntag, dem 04.10.2009 hieß es ja schon wieder Abschied nehmen von Schloss und Markgräflichem Gasthof. Schade, da hätte ich es durchaus noch ein bisschen aushalten können. Unsere erste Station an diesem Tag waren die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Wir kamen dort an, liefen an die Kasse, bekamen sofort eine Führung und konnten uns nun ratz fatz in die Stein- und Bronzezeit begeben. Alle Ausführungen über das Leben in jenen Zeiten waren interessant. Besonders hatte es mir das Feuerschlagen angetan. Wir lernten, dass ein steinzeitliches „Feuerzeug“ aus einem Feuerstein, leicht brennbarem Zunder (ein Pilz!!) und Pyrit bestand. Haben wir es doch heute einfach mit unseren Zündhölzern und Gasanzündern!!!
Danach ging's Richtung Heimat. Fähre Meersburg-Konstanz ganz flott: Ankommen, auf die Fähre fahren, Schotten dicht und ablegen, toll.
Die nächste Etappe, sprich aus Konstanz raus, wurde aber ein wenig quälend! Lange Autoschlangen hinderten uns am rechten Vorwärtskommen. Gute Mopedfahrer sind aber durchaus in der Lage, sich links an den Schlangen vorbeizuschlängeln und das taten dann auch alle erfolgreich. Die dann anschließende Streckenführung war landschaftlich nicht zu toppen und belohnte uns reichlich für die Schlängelei.
Unser Mittagstisch wartete im „Landhotel Löwen“ in Epfenhofen unweit der Sauschwänzlebahn auf uns und war sehr sehr gut. Dort verabschiedeten wir uns von Babs und Alfi, die wieder zurück nach Salem fuhren, weil dort noch ihr Kombi stand.
Über Lenzkirch – Neustadt - B 500 - Triberg etc. erreichten wir bei Biberach den Rastplatz, wo wir uns sehr herzlich voneinander verabschiedeten.
Es war wieder einmal eine wunderschöne Tour, klein aber fein!
Danke Wolfgang.
Dass es der Wettergott bis zum Schluss besonders gut mit uns gemeint hat, haben wir dankbar genossen.
Heide
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